Ich nehme es für Interessierte gleich vorweg: Solange Sie, wie ich, kein professioneller Läufer sind, ist der “kompakte GPS-Trainingspartner mit Pulsmesser”, wie ihn der Hersteller nennt, ein absoluter Overkill. Das Gerät ist wohl eher für den professionellen Einsatz gedacht; auch wenn es höllisch Spass macht, ihn zu verwenden. Wer es sich leisten kann, sollte einen kaufen.
Anhand der satelitengestützten GPS-Armbanduhr und dem Brustgurt zeichnet der Forerunner nicht nur zentimetergenau ihre Laufstrecke auf, sondern auch Ihre Geschwindigkeit, die gelaufene Distanz, die Zeit, Höhenunterschiede, verbrauchte Kalorien, Rundenangaben und vieles mehr. Die Laufstrecke kann entweder anhand des weniger schönen mitgelieferten Programms, oder aber durch eine USB-Schnittstelle auch detailgenau mit Google Earth Pro angezeigt werden. Das Gerät kann auch als Trainingspartner dienen, der Ihnen sagt, ob Sie im Vergleich zum letzten Mal im “Soll” liegen. Und wenn Sie wollen, bringt Sie der Forerunner auf unbekannten Strecken auch nach Hause – mittels GPS-Signal.
Garmin ist auch Hersteller von digitalen Karten. Da man diese natürlich auch verkaufen möchte, ist dem Forerunner 305 leider nur eine sehr grobkörnige Karte beigelegt, die die gelaufene Strecke nicht besonders schön darstellt. Es wäre bei dem Preis angebracht gewesen, wenn man sich wenigstens eine Miniaturausgabe der deutschen Karte umsonst auswählen hätte können. Zusammen mit dem Programm “Google Earth Prof”, welches 20$ im Jahr kostet, kann man dann aber schon sehr genaue Kartenauswertungen erhalten. Es ist auch möglich eine Route vorab am Computer zu planen und sich anschließend anhand akkustischer Warnsignale und Richtungsanzeiger auf der Uhr die richtige Fährte zeigen zu lassen. Geht man verloren, oder läuft man ohne Ziel darauf los, kann die Uhr per Richtungsanzeiger den Weg nach Hause weisen.
Anhand der mitgelieferten Trainigssoftware können individuelle Trainingspläne erstellt werden, so z. B. Trainingseinheiten für verschiedene Tage mit Vorgaben für Streckenlänge, Pace oder Geschwindigkeit. Nicht nur Intervalltrainingseinheiten, mit abwechselnd Belastungs- und Pausenzeiten, sondern auch Fahrtspiele mit verschiedenen Tempobereichen sind einstellbar. Und für alle, die wie ich Sport hassen und nur laufen, um Kalorien zu verbrennen: Man kann vorher auch einfach die gewünschte Kalorienzahl eingeben und so lange laufen, bis sie verbraucht sind.
Wie schon erwähnt ist der Forerunner 305 ein Profi-Tool und technisch enorm ausgereift. Daher ist er natürlich auch nicht günstig, aber er macht eine Menge Spaß. Über alle technische Daten kann man sich auf der Seite des Herstellers informieren (http://garmin.de) Zu kaufen gibt es den Forerunner überall, z. Bsp. hier.
danke für diesen beitrag. vor allem das über die karten. was kosten gute garminkarten so?
Mein Laufcoach ist genau deiner Meinung: Eine GPS Uhr (und ich interessiere mich für die Garmin Forerunner 305) ist ein absoluter Luxus und nicht notwendig für das eigene Training. Mein Trainer sagt, dass eine Pulsuhr die Zeit nehmen muss und dann noch den Puls anzeigen und das kann meine Polar F6 derzeit auch…
Lg
RunningWilli