“Stardust”. Eine nette britische Fantasy – Komödie

StardustStardust ist kein großes Kino. Aber nachdem mich ein kurzer Ausflug in die französische Küche niedergestreckt hat und ich daher heute krank zuhause bleiben musste, fand ich in Stardust wenigstens für knapp 2 Stunden eine nette Ablenkung. Michelle Pfeiffer, Claire Daines, Sienna Miller und Robert De Niro mischen in der Verfilmung von Neil Gaimans Fantasy-Bestseller über eine lebendig gewordene Sternschnuppe mit. Die Geschichte ist – wie bei Fantasyfilmen üblich – völlig abstrus, aber man merkt den Schauspielern an, dass sie Spaß bei den Dreharbeiten hatten und wenn man einfach mal Lust hat, “schönen Quatsch”, wie mein Vater zu sagen pflegt, zu schauen, dann ist man bei Stardust richtg.

Michelle PfeifferVor 150 Jahren trennt eine Wand das englische Dorf Wall von einem magischen Königreich. Ein Dorfbewohner überwindet die Wand und taucht eine Nacht in das Königreich ein, findet natürlich prompt seine Traumfrau und zeugt mir ihr dann auch gleich in der einzigen Nacht, in die er sie sieht, ein Kind. Aus dem Kind wird Tristan, der sich später in die Dorfschönheit Victoria, gespielt von Sienna Miller, verliebt. Da die jedoch einem wohlhabenden Idioten die Ehe versprochen hat, ringt ihr Tristian, als beide eine Sternschnuppe sehen, eine Wette ab: Wenn er es innerhalb einer Woche schafft, ihr den niedergegangen Stern zu bringen, gehört Sienna Miller ihm. Da der Stern im magischen Königreich niedergegangen ist, macht sich Trisitian dorthin auf.

Die Sternschnuppe entpuppt sich jedoch als personifizierte Claire Danes, die in Form einer jungen Frau alleine im magischen Königreich existieren kann. Gejagt wird sie von der Hexe Michelle Pfeiffer, die ihr das Herz heraussreissen will, da ihr dies ewiges Leben verheissen würde. Gejagt wird die Sternschnuppe aber auch von den Prinzen des Königreichs, nachdem der sterbende König, dem Finder die Erbfolge verspricht. Und dann gibt es noch den Piraten Robert de Niro, der im Verdeck seines Luftschiffes heimlich in Frauenkleider tanzt.

Robert de NiroGerade die schnulzigen Szenen lassen den Film langatmig erscheinen. Auch ergeben viele Handlungsstränge keinen Sinn, die Geschichte wird aber schön erzählt (Stimme: Ian McKellen), es gibt immer wieder was zu grinsen und die Kulisse ist eindrucksvoll gewählt. Sobald Robert de Niro dann noch in Frauenunterwäsche und geschminkt Walzer tanzt, bleibt kein Auge mehr trocken. Auch Michelle Pfeiffer hat mich zum ersten Mal davon überzeugen können, dass sie eine passable Schauspielerin ist. Ihr diabolischer Kampf gegen das Ältwerden machte sie fast sympatisch….

Trailer: Stardust on Apple Trailers

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