Immer eine gute Idee: Der Nazivergleich.

Eigentlich müsste es sich doch nach 63 Jahren zu jedem Politiker oder D-Prominenten herumgesprochen haben. Es gibt keine wirksamere Methode sich selbst möglichst endgültig ins Abseits zu befördern, als der gute alte Nazivergleich. Und so einfach gehts: Man nimmt eine beliebige, aber natürlich möglichst bekannte Person und vergleicht sie oder ihr Verhalten mit Hitler, Göbbels oder anderen Figuren des Dritten Reichs. Und ehe man sich versieht ertönt der finale Paukenschlag, meist in Form einer letzten Schlagzeile, und schon kann man endlich den wohlverdienten Ruhestand genießen.

Ein bisschen anspruchsvoller und deswegen nicht weniger gerne genommen, ist es, wenn man sich nicht an Personen, sondern an Entwicklungen, Strömungen oder Methoden aus der Nazizeit versucht. Als Einstieg empfehlenswert: Hitlers Autobahnen loben, die Rolle der Frauen im Dritten Reich wieder herbeiwünschen oder Dinge mit “Beim Adolf hätte es das nicht gegeben” kritisieren. Diese Variante hat den Vorteil, dass es nicht so schnell geht, denn man bekommt nochmal die Chance für eine Zugabe. Meist etwas versteckt in der Form einer Rückfrage: “Wie hat er das gemeint?”, oder “Ich bin sicher, dass wir Sie da falsch verstanden haben?”. Hier bestünde nun die Möglichkeit das ganze als Missverständnis zu erklären und zur Normalität zurückzukehren oder eben wirklich spektakulär unterzugehen. Indem man einfach bei seiner Meinung bleibt oder sie gar noch etwas drastischer ausdrückt. Ein wirklich eleganter Kniff den eigenen Abgang dramaturgisch noch ein bisschen weiter aufzumotzen.

Weitere Beispiele und sofort umsetzbare Praxistipps haben die Kollegen von Coffee and TV in einem eigenen Ratgeber zusammengetragen.

Share/Save/Bookmark

0 Kommentare zu “Immer eine gute Idee: Der Nazivergleich.”


  1. Keine Kommentare

Einen Kommentar schreiben

For spam filtering purposes, please copy the number 6301 to the field below: