Veröffentlicht: von jhein at 31.05.2008
in Fun.
Jetzt aber mal zu den wirklich wichtigen Meldungen: Die Band Weezer hatte eine interessante Idee für ihr neues Musikvideo “Pork and Beans”: Es treten alle möglichen Stars aus bekannten YouTube Videos darin auf. Mit der viralen Idee haben es die Jungs aus Kalifornien geschafft, dass ihr Video mit mehr als 4,5 Millionen Views und fast 23.000 Kommentaren zum meist angesehenen Video der Woche wurde:
Mit der Hilfe verschiedener US Blogs habe ich mal alle Anlehnungen zusammengesucht:
Continue reading ‘Weezer Musikvideo mit YouTube Celebrities’
Man bekommt in den letzten Jahren zunehmend das Gefühl, dass sich die pluralistische Meinungsvielfalt der deutschen Medien dem Ende neigt. Gleichgültig ob Wirtschaftsthemen, Steuerfragen, oder Bildungspolitik: Alle Journalisten scheinen vom jeweils anderen abzuschreiben und niemand kommt auf die Idee, zu hinterfragen, wer welche Nachricht aus welchem Interesse publiziert hat. Besonders auf die SPD haben es offensichtlich alle Medien abgesehen. Streng nach dem Sprichwort, wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen, ereifern sich Journalisten aller politischer Couleur daran, den Sozialdemokraten und insbesondere deren glücklosen Vorsitzenden Kurz Beck den Garaus zu machen. Während sich eigentlich niemand für Merkels Totalabkehr von ihren neoliberalen Wahlversprechen des Bundestagswahlkampfs 2005 interessiert und auch ihren bayerischen Kameraden Beckstein und Huber völliger Dilettantismus in Sachen Rauchverbot, Landesbank und Transrapid nicht mal entgegengehalten wird, wird bei Beck jedes auch noch so kleine Missgeschick als völliges Desaster gesehen. Die Nominierung von Gesine Schwan ist ein absoluter Glücksgriff der SPD. Sie sollte sich keinesfalls von dem unqualifizierten Geblöke halbwissender Journalisten beeindrucken lassen. Gesine Schwan ist ein Vorbild für Deutschland. Dem Sparkassendirektor Köhler wird schon in Kürze niemand eine Träne nachweinen. Continue reading ‘Gesine Schwan. Die richtige Frau zur richtigen Zeit’
Das Audizentrum Pillenstein in Nürnberg hat mir für das komplette vorletzte Wochenende einen Audi R8 als Leihauto zur Verfügung gestellt. Bei meinem letzten Autokauf habe ich das als zusätzliches Goodie mit rausgehandelt. Obwohl ich gerade einen TT Roadster fahre, bin ich eigentlich nicht so der Fan von Sportwägen. Schnell will ich zwar schon fahren, aber es soll auch bequem sein und wenigstens ein bisschen Kofferraum ist auch keine schlechte Sache.
Trotzdem war ich von dem R8 wirklich hellauf begeistert. Vor allem natürlich wegen der unglaublichen Kraft. Man hat die ganze Zeit das Gefühl, direkt auf einem Düsentriebwerk zu sitzen, dass nur einen Weg kennt: Nach vorne und zwar schnell. Langsam anfahren ist mit diesem Auto fast nicht möglich, denn es fühlt sich an, also ob die R-Tronic genannte Rennautomatik nur Leerlauf, Vollgas und nichts dazwischen kennt. Anders als normale Automatikgetrieben rollt der R8 nicht langsam an, wenn man dan Fuss von der Bremse nimmt, sondern bleibt einfach ruhig stehen. Erst wenn man das Gaspedal betätigt, fährt er los und das immer mit einem gewaltigen Satz nach vorne.
Continue reading ‘Audi R8 kein Auto für jeden Tag’
“Es gibt keinen Grund, warum irgendjemand einen Computer in seinem Haus bräuchte.”
oder im englischen Original:
“There is no reason for any individual to have a computer in his home.”
Ken Olsen, 1977 (Gründer und Präsident der Digital Equipment Corporation, DEC)
Gewinnt man bei einer Lotterie oder einem Pferderennen, so unterliegen die Gewinne nicht der Einkommensteuer. Wenn man für sein Geld jedoch “arbeitet”, indem man beispielsweise an einer Spielshow im Fernsehen teilnimmt und sich zu einer Gegenleistung, nämlich zur Überlassung der Persönlichkeitsrechte, zu Werbeauftritten und zum Stillschweigen über alle Abläufe verpflichtet, unterliegen die Preisgelder der Steuerpflicht. So hat es der Bundesfinanzhof in einem neuen Urteil entschieden (BFH, Urteil vom 28.11.2007 – IX R 39/06). Das Urteil ist in sich schlüssig und juristisch kaum angreifbar – schließlich müssen Arbeitnehmer ihr hart verdientes Geld auch der Einkommenssteuer unterwerfen. Es bleibt jedoch die Frage, warum dies für Lotteriegewinne nicht gilt. Kann man es denn wirklich gut heissen, dass der, der für sein Geld arbeitet, Steuern zahlen muss, während der, der es einfach geschenkt bekommt, also nicht mal was dafür geleistet hat, zum Dank auch noch alles steuerfrei bekommt? Continue reading ‘Preisgelder für TV-Spielshows sind steuerpflichtig’

Nachdem alle Männer naturgemäß verschieden sind, ist die Frage, über welche Basis-Fertigkeiten der gemeine heterosexuelle Mann verfügen muss, um sich von Frauen, Buben (bayerisch für Knaben) und homosexuellen Männern auf der einen und von Weichern und Versagern auf der anderen Seite, abgrenzen zu können, allenorten umstritten. Das Esquire Magazine machte hierzu wieder mal einen Anlauf. Nach der viel versprechenden Einleitung, dass ein Mann kein Experte auf einem Gebiet sein, aber eben doch Erfahrungen auf vielerlei Gebieten vorzeigen müsse, nennt das Magazin 75 Fertigkeiten, mit deren Erlernung jeder Mann sofort beginnen sollte. Das Magazin sieht das Erreichen dieser Fertigkeiten also nicht als Ziel, sondern nur als absolutes Minimum an, neigt aber teilweise zu seltsamen Vorstellungen von Männlichkeit: So muss ein Mann wissen, dass Christopher Columbus ein Drecksack (”son of a bitch”) war, er muss Speck braten können, und allseits bereit sein, sofort auszumachen, “wo Norden ist”. Ein Zweikampf (”kick some ass”) gehört zur Männlichkeit genauso dazu, wie ein Gedicht auswendig wiedergeben zu können, oder jemanden Recht zu geben, ohne ein Arschkriecher zu sein. Natürlich muss man auch ein Lagerfeuer entzünden, einen Anzug kaufen und einen Baum fällen. Da das Magazin nun mal aus den Vereinigten Staaten stammt, müssen natürlich auch ein paar “All-American-Skills” dabei sein: Ein Baseballspiel analisieren und mit einem Europäer diskutieren, ohne ausländerfeindlich zu werden und Fußball (”soccer”) zu beleidigen (in den USA spielen unsportliche, fette Menschen in Ganz-Körper-Panzerungen “Football”, nur Jugendliche “Soccer”; schizophrener Weise denken sie aber, Football sei “männlich”). Und beim Thema Männlichkeit dürfen natürlich auch sexuelle Aspekte nicht unberücksichtigt bleiben, aber siehe selbst: Esquire Magazine
Zur Zeit sind Publikationen über uns Deutsche aus der Perspektive von Bewohner anderer, vorzugsweise englischsprachiger Länder, ja ziemlich in. Beispielsweise waren die Bücher “My dear Krauts: Wie ich die Deutschen entdeckte.” oder “Planet Germany. Eine Expedition in die Heimat des Hawaii-Toasts.” sehr erfolgreich und führten monatelang die unterschiedlichen Bestseller-Listen an. Das zweite fand ich übrigens besser, falls sich jemand eines davon kaufen will. Mit Nothing For UnGood gibt es jetzt endlich auch das entsprechende Blog zu diesem Thema. Hier ein Beispiel:
Germans must eat exactly one warm meal per day
I am not sure what would happen to a German if they mistakenly eat two heated meals in one day, but I am sure it would be devastation, because all Germans make sure that they eat exactly one warm meal each day.
In fact, if you eat with your colleagues at work in the cafeteria, you can tell which ones are married, because they will grab a salad and a roll, then remind you that they have a wife at home who will cook warmes for them later. Even if the cafeteria is serving their favorite heated dish, the German must consider that his wife will cook later, and he cannot break the cardinal rule of never, ever, under any circumstances, eating two meals above room temperature in one calendar day.
Die Artikel sind wirklich fantastisch und sehr witzig geschrieben. Sollte man unbedingt lesen.
# dpkg -–get-selections \* > $HOME/installed.packages
# wget -O – http://backports.org/debian/archive.key | apt-key add -
# echo “deb http://www.backports.org/debian etch-backports main \
contrib non-free” >> /etc/apt/sources.list && apt-get update
# wget -O – http://backports.org/debian/archive.key | apt-key add -
# apt-get install bridge-utils iproute python libssl0.9.8 \
libsdl1.2debian-all bin86 bcc libvncserver-dev libsdl1.2-dev
# apt-get install libc6-xen linux-image-2.6.18-6-xen-686 \
linux-modules-2.6.18-6-xen-686 xen-hypervisor-3.2-1-i386 xen-utils-3.2-1
# init 6 Continue reading ‘Xen 3.2.1 mit Debian und Windows Gast – Quick & Dirty howto’

Die Bundesregierung plant die Bußgelder für sogenannte “Verkehrsrowdys” kräftig zu erhöhen. Verkehrsminister Tiefensee ließ verlautbaren, dass “vor allem Raser und Drängler, also diejenigen, die sich im Verkehr besonders rücksichtslos verhalten und auch andere vorsätzlich gefährden, (…) mit deutlich höheren Bußgeldern rechnen” müssen. So soll dichtes Auffahren und Drängeln bis zu 400 Euro, Rasen bis zu 680 Euro und Alkohol oder Drogen am Steuer 500 Euro schon beim ersten Mal kosten. Nun ist es müßig darüber zu streiten, ob die Verkehrssicherheit tatsächlich der Grund ist, warum die Bußgelder insbesondere für zu hohe Geschwindigkeit, “Drängeln” oder Fahren unter Drogen- und Alkoholeinfluss kräftig erhöht werden, oder ob sich der Staat nur eine versteckte Steuererhöhung genehmigen will. Viel interessanter ist die Frage, warum anderes, mindestens ebenso rücksichtloses Verhalten wie Parken in der Zweiten Reihe, oder die konstante Blockierung der linken Autobahnspur nicht endlich effektiv bekämpft wird. Nach meinem Dafürhalten wird die Verkehrssicherheit hierdurch bei weitem mehr gefährdet, als dies öffentlich wahrgenommen wird, denn beide Verhaltensweisen zwingen andere Autofahrer zu unnötigen Ausweich- und Überholmanöver, sie senken den Verkehrsdurchfluss und erhöhen auf Seiten aller Beteiligten das Stresspotential. Viel wichtiger aber wiegt, dass der Zweite-Reihe-Parker bewusst seine eigenen Interessen über die aller anderen Verkehrsteilnehmer setzt und alles nur, um nicht 3 Minuten laufen zu müssen. “Getoppt” wird das nur noch durch die berufsmäßigen Zweite-Reihe-Parker: Postzustelldienste. In den “Rushhours” sind in nahezu allen Großstädten von zwei Fahrbahnen nur eine befahrbar, weil Deutsche Post, UPS und Co. die zweite Reihe als ihre Parkplätze ansehen. Continue reading ‘Zweite-Reihe-Parker: Asoziales Verhalten im Straßenverkehr’
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