Die letzten Jahre waren keine guten Kinojahre. Ich kann mich kaum daran erinnern, wann ich das letzte Mal aus dem Kino kam und von einem Film begeistert war. Selbst die “Herr der Ringe”-Triologie war wohl ihren Eintritt wert, aber von den Sitzen wurde man nicht gerissen. Die Filme waren nett und gut gemacht, aber man kannte die Geschichte bereits und es überzeugten auch mehr die Trickanimationen, als die Schauspieler. Dem neusten Batmanfilm brachte ich ebenfalls eine gehörige Portion Skepsis entgegen; zum einen war es wieder mal eine Comicverfilmung, zum anderen befremdete mich der Megahype um den Tod des Schauspielers Heath Ledger. Dass dessen schauspielerische Leistung in den Himmel gelobt wurde, kam mir dann doch nur als Versuch vor, die maximale Werbung aus seinem Tod herauszuholen und in diese Kategorie steckte ich auch die medienwirksamen Aufforderungen Ledger postum den Oscar zu verleihen. Nachdem ich den Film gesehen habe, muss ich sagen, dass es leider stimmt. Heath Ledger hat mit “The Dark Knight” wirklich ein Meisterwerk abgeliefert und die Wahl des Oscars ist meines Erachtens nur noch Formsache. Aber der Film ist auch im Übrigen hervorragend, da die Märchenwelt um die Comicfigur Batman in den Hintergrund gerückt und der Kampf um Gut und Böse, oder eigentlich von Demokratie und Terror in den Vordergrund gestellt wurde. Herausgekommen ist ein spannender und atemberaubender Krimi im Actionformat.
Archiv für August 2008
Ich habe mich jeden Tag über unsere “Unternehmensanwendung” geärgert, da sie in Briefen die Grußformel (”mit freundlichen Grüßen”, oder “Gruß”, oder “viele Grüße”) immer ohne Komma eingefügt hat. Ich musste daher bei jedem Brief händisch das Komma hinzufügen und wollte den Hersteller demnächst mal ordentlich die Leviten lesen, schließlich müsse auf den Fehler doch schon zigfach hingewiesen worden sein. Als Jurist gewöhnt man sich jedoch an, das Feld erst zu erkunden, bevor man zum Angriff übergeht. Zu meinem Erschrecken musste ich nun feststellen, dass der Programmierer sich dabei was gedacht hat und ich seit 10 Jahren “falsche” Briefe schreibe. Der Duden weist in einem Newsletter darauf hin:
“(…) Selbst wenn Sie Ihre Grüße mit Nachdruck übermitteln möchten: Zwischen der Grußformel und der Unterschrift am Ende des Briefes steht weder Komma oder Punkt noch Ausrufezeichen.”
Ich kann das Argument, die Nachtruhe ende nun mal um 6.00 Uhr morgens, nicht mehr hören. Der Krieg liegt inzwischen 63 Jahre zurück und die deutsche Gesellschaft steht nicht mehr punkt 6.00 Uhr zum Fahnenapell auf. Während Politiker und Gewerkschafter ihre schützende Hand über Verkäuferinnen legen, weil diese vielleicht doch auch mal bis 22.00 Uhr arbeiten sollen, interessiert sich niemand für Schichtarbeiter und Krankenschwestern, oder eben für überarbeitete Rechtsanwälte, die gerne morgens wenigstens bis 7.00 Uhr mal “ausschlafen” würden. Wer glaubt, dass bei uns im Nachbarhaus eine große neue Firma mit tausenden Arbeitsplätzen entsteht, oder aber eine überlebenswichtige Verkehrsader repariert wird, irrt. An drei Tage in Folge schneiden Stadtangestellte Bäume. Das ganze von 6.00 bis ca. 9.00 Uhr, danach sieht man sie nicht mehr. Warum man das nicht auch von 9.00 bis 12.00 Uhr machen könne, konnten die Angestellten mir auf Nachfrage nicht beantworten.
Das Bundesverfassungsgericht hat jüngst in seinem Urteil die Nichtrauchergesetze der Länder von Baden-Württemberg und Berlin für verfassungswidrig erklärt. In den Medien ist daraufhin der Eindruck erweckt worden, Karlsruhe habe sich letztlich doch für die Freiheit und gegen die Diktatur der Müsliesser gestellt. Man dachte schon, wenigstens 8 Juristen hätten kapiert, dass ein Nichtraucher kein Recht hat, vorsätzlich einen Ort aufzusuchen, an dem geraucht wird, um sich anschließend übers Passivrauchen zu beschweren. Sollten am Ende die höchsten deutschen Richter auch dem allgemeinen Trend, sich bis in den letzten Winkel in das Leben der Anderen einzumischen, einen Riegel vorgeschoben haben? Wer das Urteil liest, erkennt das genaue Gegenteil: Während totale Rauchverbote nach Ansicht des Gerichts ohne jede Einschränkung zulässig sein sollen, “bestraft” Karlsruhe gerade die Länder, die sich um einen fairen Ausgleich der Interessen bemüht haben. Der “Sieg” der Raucher in Berlin und Baden-Württemberg könnte der Anfanfg eines bundesweiten totalen Rauchverbots sein. In Wahrheit entpuppt sich das Urteil als Sieg einer egoistischen Mehrheit, die nicht in der Lage war, sich eigene Räume zu schaffen und weil sie eben auch nicht alleine sein wollte, nun die Minderheit zwingt, sich ihr anzupassen. Widerstand zwecklos. Continue reading ‘Raucher-Urteil: Scheinsieg für die Freiheit. Karlsruhe kneift.’
Nach langer Zeit habe ich heute mal meine gesammelten Bierflaschen zurückgebracht. Da ich eigentlich nicht so viel Bier trinke – zumindest zu Hause – kaufe ich keine Kästen, sondern nur hin und wieder einen Six Pack. Anscheinend waren es in den letzten Monaten eben doch ein paar davon, so dass sich im meinem Abstellraum an die 30 oder 40 Flaschen angesammelt haben. Die wollte ich heute beim REWE um die Ecke abgeben.
Natürlich befindet sich der Leergutautomat im hintersten Teil des Ladens und nicht am Eingang, also schlepp ich die Flaschen bis zur Fleischtheke. Der Automat dort nimmt aber nur Einwegflaschen, also muss ich erst den anderen Automaten suchen. Der hat zwei Schubfächer, in die ich zwei Flaschen legen kann. Dann muss man die Schiebetür schliessen und der Automat scannt die Flaschen. Das dauert so 15 Sekunden, dann leuchtet ein grünes Licht und man kann die nächsten Flaschen einstellen. Erst als der Pfandbetrag auf dem Display erscheint, wird mir klar, dass ich wahnsinnige 16 Cent für die beiden Flaschen bekomme. Am Ende der Prozedur, nach gefühlten viereinhalb Stunden, stehen 2 Euro und 88 Cent auf dem Bon und ich komme 20 Minuten zu spät ins Büro.
Ich frag mich, wer sich dieses System ausgedacht hat. Der Anreiz die Flaschen zurückzubringen ist bei 8 Cent pro Flasche nicht wirklich viel und mit diesem Automat legt einem der REWE nochmal zusätzliche Steine in den Weg. Ich glaub beim nächsten Mal schmeiss ich die Flaschen gleich in den Müll. Oder ich kauf gleich einen Kasten und nehm mir vor mehr zu trinken.
Das ist mal eine interessante Idee: Es gibt momentan eine Lücke in allen aktuellen Browsern, die es einer Website erlaubt die Surfhistorie auszulesen. Dieses Feature benutzt hier jemand und versucht aufgrund der in letzter Zeit besuchten Sites herauszufinden, ob Du ein Mann oder eine Frau bist und errechnet eine entsprechende Wahrscheinlichkeit dafür. Bei mir hats geklappt und meine Statistik sieht so aus:
Likelihood of you being FEMALE is 12%
Likelihood of you being MALE is 88%
De Exploit funktioniert angeblich so, dass die Website in einem iFrame verschiedene Links zu bekannten Sites anzeigt. Der Browser färbt die besuchten Sites ja in einer anderen Farbe und diese Farbe kann man wiederum per Java Script auslesen. Dadurch kann die Website ermitteln, ob man diese Sites besucht hat.
In diesem Fall bekommen die Webseiten verschiedene Gewichtungen bezüglich ihrer Weiblich- oder Männlichkeit und daraus errechnet das Script dann einen Gesamtwert.
Liegt das Script bei Euch auch richtig?
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