Ich habe mich jeden Tag über unsere “Unternehmensanwendung” geärgert, da sie in Briefen die Grußformel (”mit freundlichen Grüßen”, oder “Gruß”, oder “viele Grüße”) immer ohne Komma eingefügt hat. Ich musste daher bei jedem Brief händisch das Komma hinzufügen und wollte den Hersteller demnächst mal ordentlich die Leviten lesen, schließlich müsse auf den Fehler doch schon zigfach hingewiesen worden sein. Als Jurist gewöhnt man sich jedoch an, das Feld erst zu erkunden, bevor man zum Angriff übergeht. Zu meinem Erschrecken musste ich nun feststellen, dass der Programmierer sich dabei was gedacht hat und ich seit 10 Jahren “falsche” Briefe schreibe. Der Duden weist in einem Newsletter darauf hin:
“(…) Selbst wenn Sie Ihre Grüße mit Nachdruck übermitteln möchten: Zwischen der Grußformel und der Unterschrift am Ende des Briefes steht weder Komma oder Punkt noch Ausrufezeichen.”
Echt? Mach ich auch seit Jahren falsch. Wobei mir manche Sachen in der Rechtschreibung auch vorsätzlich scheißegal sind; zumindest wenn sie nicht so viel Sinn machen. Ich schreibe immer noch “eMail” statt “E-Mail” und “Strasse” statt “Straße”. Das macht es zum Lesen auch nicht schwieriger. Was ich allerdings hasse sind Kleinschreiber, denn das stört einfach den Lesefluss (mal vom Chats abgesehen).
Straße hat man aber immer schon mit einem scharfen ß geschrieben. Langer Vokal –> scharfes ß. “Macht” also schon Sinn.
Ich weiß, dass man Strasse mit sz schreibt. Das “noch” war nicht zeitlich, sondern im Sinne von “trotz aller Belehrungen von Lehrern und anderen Nervensägen, schreibe ich es immer noch mit Doppel-S”. Und ich weiß, dass es “Sinn haben” heißt, trotzdem schreib ich weiter “Sinn machen”. Schönen Gruss, Julian
Und warum? Macht keinen Sinn.
Aus Solidarität mit der Schweiz
Ne, ehrlich gesagt hab ich keine Ahnung. Vermutlich aus Gewohnheit.
and this answer makes sense ;o)