Die letzten Jahre waren keine guten Kinojahre. Ich kann mich kaum daran erinnern, wann ich das letzte Mal aus dem Kino kam und von einem Film begeistert war. Selbst die “Herr der Ringe”-Triologie war wohl ihren Eintritt wert, aber von den Sitzen wurde man nicht gerissen. Die Filme waren nett und gut gemacht, aber man kannte die Geschichte bereits und es überzeugten auch mehr die Trickanimationen, als die Schauspieler. Dem neusten Batmanfilm brachte ich ebenfalls eine gehörige Portion Skepsis entgegen; zum einen war es wieder mal eine Comicverfilmung, zum anderen befremdete mich der Megahype um den Tod des Schauspielers Heath Ledger. Dass dessen schauspielerische Leistung in den Himmel gelobt wurde, kam mir dann doch nur als Versuch vor, die maximale Werbung aus seinem Tod herauszuholen und in diese Kategorie steckte ich auch die medienwirksamen Aufforderungen Ledger postum den Oscar zu verleihen. Nachdem ich den Film gesehen habe, muss ich sagen, dass es leider stimmt. Heath Ledger hat mit “The Dark Knight” wirklich ein Meisterwerk abgeliefert und die Wahl des Oscars ist meines Erachtens nur noch Formsache. Aber der Film ist auch im Übrigen hervorragend, da die Märchenwelt um die Comicfigur Batman in den Hintergrund gerückt und der Kampf um Gut und Böse, oder eigentlich von Demokratie und Terror in den Vordergrund gestellt wurde. Herausgekommen ist ein spannender und atemberaubender Krimi im Actionformat.
Ich habe diesen Blogeintrag zufällig ergoogelt und wollte nur eine kleine Anmerkung hinterlassen, nämlich zu dem Satz:
“Nachdem ich den Film gesehen habe, muss ich sagen, dass es leider stimmt.”
- Ups, wegen des “leider” habe ich zuerst gedacht, dass es stimme, dass der Hype um Ledger halt doch nur reine Werbung sei und der Schauspieler doch nicht so gut, wie alle sagen. Aber nach dem, was danach kommt, zu urteilen war doch eher gemeint: “Stimmt, Heath Ledger war wirklich hervorragend.”
Dann müsste es meiner Meinung nach aber nicht “leider” heißen, sondern “zum Glück”. Man sollte doch froh sein, wenn man mal wieder eine außergewöhnliche schauspielerische Leistung im Kino zu bewundern ist, und ausnahmsweise einmal der Hype mit der Wahrheit übereinstimmt.
Okay, war zwar irrelevant, wollte ich aber trotzdem mal anmerken.
Mit freundlichen Grüßen
(ohne Komma)
Franklin
Eines vorweg: Ich konnte diese ganzen Batman/Superman/Comicsachen noch nie leiden. Und warum man für einen solchen Charakter eine halbe Portion wie Christian Bale besetzt, ist mir auch ein Rätsel. Zugegebenermaßen ist Heath Ledger wirklich gut in dem Film, das wars dann aber auch schon. Die Geschichte ist mehr als dünn und der Film locker eine Stunde zu lang. Und ich muss einfach jedesmal lachen, wenn ich diese Latexkostüme sehe und die künstliche, tiefe Stimme von Batman höre. Aber es muss wohl auch einen geben, dem dieser Film nicht gefällt. Der Film hätte wirklich Potential gehabt, würde nicht ständig dieser Feldermauskasper auftauchen…
Achja, und Heath Ledger wird ganz sicher den Oscar gewinnen, darauf möchte ich jetzt schonmal wetten
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