Archiv für September 2008

The Great Schlepp

Der Wahlkampf in den USA ist schon wirklich witzig: Die Kampagne “The Great Schlepp” richtet sich an junge Juden mit älteren Verwandten in Florida. Die sollen “ihre Fetten Ärsche in Bewegung setzen”, nach Florida fahren und ihre Großeltern überzeugen für Barack Obama zu stimmen, da Florida ja so wichtig für die Entscheidung ist. Den Anfang macht Sarah Silverman:

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(via franztoo)

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Revolution! Bayern wagen Demokratie – ein bisschen

DIe CSU hat in Bayern nach über 40 Jahren ihre absolute Mehrheit eingebüßt. Die Abwahl einer Regierungspartei ist in Demokratien zwar normalerweise eine Selbstverständlichkeit – aber nicht in Bayern.  Die Mehrheit der bayerischen Bürger war weit über vier Jahrzehnte absolut immun gegen jede Kritik an der bayerischen Regierung. Die CSU konnte letztlich aufstellen wen sie wollte und sie konnte regieren wie sie wollte, sie erhielt stets die absolute Mehrheit. Man interessierte sich eigentlich nicht mal für die Themen der anderen Parteien, man wählte das, was Vater und Großvater immer gewählt haben, ohne wirklich darüber nachzudenken. Da die CSU im Gegensatz zu anderen Regierungsparteien ohne Koalitionspartner auch nie Kompromisse eingehen und auch harte, unpopuläre Maßnahmen treffen konnte, ohne einen Verlust der Regierungsmacht zu fürchten, war ihr Selbstbewusstsein unumstößlich und ähnlich wie im Fußball haben Gewinner eben auch die meisten Fans. Man ist eben lieber auf der Gewinnerseite. Damit ist es fürs erste vorbei. Bayern ist in der Berliner Republik angekommen.

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Paul Newman ist tot – Unerreicht, Unersetzlich

Man ist inzwischen so an die mittelmäßige Model-Riege der neuen Schauspielergeneration gewöhnt, dass man vergessen hat, dass Hollywood auch ganz Großes hervorgebracht hat. Mit Paul Newman ist nicht nur einer der großartigsten Schauspieler gestorben, sondern auch einer der politisch engagiertesten und größten bekannten Wohltäter. Mit Filmen wie Exodus, Haie der Großstadt, Der Clou und Butch Cassidy und Sundance Kid hat er unerreichte Meilensteine gesetzt. Den Oscar erhielt er erst 1986 für die Fortsetzung des “Fast Eddy” aus Haie der Großstadt zusammen mit Tom Cruise in Die Farbe des Geldes.

Paul Newman bezeichnete es einmal als seine größte Auszeichnung, dass er auf der berüchtigten, 20 Personen umfassenden “Feindesliste” des US-Präsidenten Nixon auf Platz 19 war, denn er setzte sich bereits in den 60er Jahren enorm für die Bürgerrechtsbewegung ein. Auch während des kalten Krieges nutze er seine Popularität für die Friends- und Abrüstungsbewegung. Aus seiner Kochleidenschaft ging die sehr erfolgreiche, hauptsächlich Saucen produzierende Firma “Newman’s Own” hervor, deren gesamte Gewinne (es wird von 200 Mio. Dollar Jahresgewinn gesprochen) zugunsten wohltätiger Zwecke verwendet werden.

Sein Freund Robert Redford, der als bisher einziger seinen Maßstäben gerecht wurde, hat es richtig ausgedrückt: “Es gibt einen Punkt, wo man Gefühle nicht mehr mit Worten beschreiben kann. Dadurch, dass es ihn gab, ging es meinem Leben und diesem Land besser”

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Palin: McCain will Stewardess zur Vizepräsidentin

Das folgende Video ist nur der warmup der Sendung “Real Time with Bill Maher”. Die anderen Teile der Sendung sind auch bei Youtube online. Unbedingt anschauen, das ist wirklich mal guter Humor

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(Absolutes) Halteverbot – missachtet und vergessen

Ich wette, dass jeder durchschnittliche Verkehrsteilnehmer die Regelungen rund um das “(absolute) Halteverbot” nicht kennt. Man hört dann immer was von “3 Minuten”, oder dass das Verbot nicht gelte, wenn man das Fahrzeug nicht verließe, oder aber auch, dass von diesem Verbot Zulieferer nicht betroffen seien. Dabei hat der Gesetzgeber dieses Verbot einfach, verständlich und vor allem ohne jede Ausnahme geregelt: Im Bereich eines (absoluten) Halteverbots gem. Zeichen 283 der StVO darf nicht gehalten werden, ohne Ausnahmen. Nicht für 2 Minuten, keine Taxen, keine Busse, keine Zulieferer, auch nicht, wenn es mal “pressiert” (süddeutsche Umgangssprache für: “man hat es eilig”). Manchmal meint es der Gesetzgeber aber zu gut mit uns, in dem er sprachlich klar zwischen “halten” und “parken” unterscheidet. Er dachte, jedem leuchte ein, dass “hier darf man nicht mal (an)halten (Halteverbot)” sich klar von “hier darf man kurz halten, aber nicht parken (Parkverbot)” unterscheidet. Continue reading ‘(Absolutes) Halteverbot – missachtet und vergessen’

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