Paul Newman ist tot – Unerreicht, Unersetzlich

Man ist inzwischen so an die mittelmäßige Model-Riege der neuen Schauspielergeneration gewöhnt, dass man vergessen hat, dass Hollywood auch ganz Großes hervorgebracht hat. Mit Paul Newman ist nicht nur einer der großartigsten Schauspieler gestorben, sondern auch einer der politisch engagiertesten und größten bekannten Wohltäter. Mit Filmen wie Exodus, Haie der Großstadt, Der Clou und Butch Cassidy und Sundance Kid hat er unerreichte Meilensteine gesetzt. Den Oscar erhielt er erst 1986 für die Fortsetzung des “Fast Eddy” aus Haie der Großstadt zusammen mit Tom Cruise in Die Farbe des Geldes.

Paul Newman bezeichnete es einmal als seine größte Auszeichnung, dass er auf der berüchtigten, 20 Personen umfassenden “Feindesliste” des US-Präsidenten Nixon auf Platz 19 war, denn er setzte sich bereits in den 60er Jahren enorm für die Bürgerrechtsbewegung ein. Auch während des kalten Krieges nutze er seine Popularität für die Friends- und Abrüstungsbewegung. Aus seiner Kochleidenschaft ging die sehr erfolgreiche, hauptsächlich Saucen produzierende Firma “Newman’s Own” hervor, deren gesamte Gewinne (es wird von 200 Mio. Dollar Jahresgewinn gesprochen) zugunsten wohltätiger Zwecke verwendet werden.

Sein Freund Robert Redford, der als bisher einziger seinen Maßstäben gerecht wurde, hat es richtig ausgedrückt: “Es gibt einen Punkt, wo man Gefühle nicht mehr mit Worten beschreiben kann. Dadurch, dass es ihn gab, ging es meinem Leben und diesem Land besser”

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