Autoren-Archiv für dr.escher Page 3 of 11



Ypsilanti und die Linke. War es das Risiko wert?

Es heisst, Geschichte werde von Gewinnern geschrieben. Damit ist nicht nur gemeint, dass sich letztendlich der Stärkere durchsetzt, sondern auch dass rückblickend sein Weg der richtige war, während der Unterlegene die falschen Entscheidungen getroffen und gerade deshalb verloren habe. Dass Erreichen des Ziels beweise demnach die Richtigkeit des Wegs. In dieses Horn stößt auch Klaus Böllig, Regierungssprecher und Berater von Ex-Bundeskanzler Helmut Schmidt in einem aktuellen Beitrag für die Süddeutschen Zeitung. Ypsilanti habe mit ihrer Entscheidung, eine Zusammenarbeit mit den Linken zu riskieren, um Koch zu stürzen, der SPD schwer geschadet und müsste daher die Partei, mindestens aber die Parteispitze verlassen. Ypsilanti habe sich taub gestellt und quasi im Rausch alle Zeichen nicht erkennen wollen, die das einzig vernünftige, nämlich eine Koalition mit Koch nahegelegt hätten. Es ist wohl in der Tat kaum bestreitbar, dass die misslungene Strategie von Ypsilanti der SPD schweren Schaden zugefügt hat. Kann man vom Scheitern aber wirkich Rückschlüsse auf die richtige Risikoabwägung machen? Ich meine: Nein. Continue reading ‘Ypsilanti und die Linke. War es das Risiko wert?’

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McCain: Hut ab vor so viel Anstand in der Niederlage

Ich kann mich nicht daran erinnern, einen so guten Verlierer jemals gesehen, oder gehört zu haben. So unanständig die Republikaner-Kampagne wieder war, umso mehr sieht man, dass das nicht auf McCain zurückgeht:

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Emails, Kontakte und Anhänge schnell finden – lookout

Die Suchfunktion von Outlook 2003 ist eine Katastrophe. Um nach einem bestimmten Wort in einer email zu suchen muss man erstens oben auf “Suchen” klicken, dann rechts oben auf “Optionen”, indem sich dann ausklappenden Menü muss man weiter unten auf “Erweitert” gehen. Es öffnet sich die “Erweiterte Suche”. In dieser muss man noch umstellen, dass das Wort nicht nur im Betreff, sondern auch im Nachrichtentext gesucht werden soll um schlussendlich die Suche durch ein weiteren Klick zu starten. Sollte die email dennoch nicht gefunden werden, könnte das daran liegen, dass die eingebaute Suche nur ein Exchange-Postfach durchsuchen kann, mit 15 weiteren Klicks muss man demnach erst die Suchoptionen auf ein ggf. anderes Postfach übertragen. Um es kurz zu machen: Die Suchfunktion von Outlook ist eine Frechheit. Sowohl das neue “Windows Desktop Search”, als auch “Google Desktop Search” funktionieren hier zwar erheblich besser, verlangsamen aber das System deutlich und Google zeigt hinsichtlich der Suchergebnisse deutliche Schwächen.

Da schöne am Internet ist, dass es da draussen immer mindestens einen gibt, dem es genauso geht wie mir und so wurde ich durch Vinod Ponmanadiyil darauf aufmerksam gemacht, dass die Windows Desktop Search auf dem Programm “lookout” basiert, welches 2004 genau zu diesem Zweck programmiert, aber von Microsoft aufgekauft und aufgebläht wurde. Es gibt die Version von 2004 aber immer noch zum herunterladen und funktioniert phantastisch: Emails werden indiziert und in Sekundenschnell sind alle Postfächer durchsucht. Absolut empfehlenswert!

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Revolution! Bayern wagen Demokratie – ein bisschen

DIe CSU hat in Bayern nach über 40 Jahren ihre absolute Mehrheit eingebüßt. Die Abwahl einer Regierungspartei ist in Demokratien zwar normalerweise eine Selbstverständlichkeit – aber nicht in Bayern.  Die Mehrheit der bayerischen Bürger war weit über vier Jahrzehnte absolut immun gegen jede Kritik an der bayerischen Regierung. Die CSU konnte letztlich aufstellen wen sie wollte und sie konnte regieren wie sie wollte, sie erhielt stets die absolute Mehrheit. Man interessierte sich eigentlich nicht mal für die Themen der anderen Parteien, man wählte das, was Vater und Großvater immer gewählt haben, ohne wirklich darüber nachzudenken. Da die CSU im Gegensatz zu anderen Regierungsparteien ohne Koalitionspartner auch nie Kompromisse eingehen und auch harte, unpopuläre Maßnahmen treffen konnte, ohne einen Verlust der Regierungsmacht zu fürchten, war ihr Selbstbewusstsein unumstößlich und ähnlich wie im Fußball haben Gewinner eben auch die meisten Fans. Man ist eben lieber auf der Gewinnerseite. Damit ist es fürs erste vorbei. Bayern ist in der Berliner Republik angekommen.

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Paul Newman ist tot – Unerreicht, Unersetzlich

Man ist inzwischen so an die mittelmäßige Model-Riege der neuen Schauspielergeneration gewöhnt, dass man vergessen hat, dass Hollywood auch ganz Großes hervorgebracht hat. Mit Paul Newman ist nicht nur einer der großartigsten Schauspieler gestorben, sondern auch einer der politisch engagiertesten und größten bekannten Wohltäter. Mit Filmen wie Exodus, Haie der Großstadt, Der Clou und Butch Cassidy und Sundance Kid hat er unerreichte Meilensteine gesetzt. Den Oscar erhielt er erst 1986 für die Fortsetzung des “Fast Eddy” aus Haie der Großstadt zusammen mit Tom Cruise in Die Farbe des Geldes.

Paul Newman bezeichnete es einmal als seine größte Auszeichnung, dass er auf der berüchtigten, 20 Personen umfassenden “Feindesliste” des US-Präsidenten Nixon auf Platz 19 war, denn er setzte sich bereits in den 60er Jahren enorm für die Bürgerrechtsbewegung ein. Auch während des kalten Krieges nutze er seine Popularität für die Friends- und Abrüstungsbewegung. Aus seiner Kochleidenschaft ging die sehr erfolgreiche, hauptsächlich Saucen produzierende Firma “Newman’s Own” hervor, deren gesamte Gewinne (es wird von 200 Mio. Dollar Jahresgewinn gesprochen) zugunsten wohltätiger Zwecke verwendet werden.

Sein Freund Robert Redford, der als bisher einziger seinen Maßstäben gerecht wurde, hat es richtig ausgedrückt: “Es gibt einen Punkt, wo man Gefühle nicht mehr mit Worten beschreiben kann. Dadurch, dass es ihn gab, ging es meinem Leben und diesem Land besser”

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Palin: McCain will Stewardess zur Vizepräsidentin

Das folgende Video ist nur der warmup der Sendung “Real Time with Bill Maher”. Die anderen Teile der Sendung sind auch bei Youtube online. Unbedingt anschauen, das ist wirklich mal guter Humor

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(Absolutes) Halteverbot – missachtet und vergessen

Ich wette, dass jeder durchschnittliche Verkehrsteilnehmer die Regelungen rund um das “(absolute) Halteverbot” nicht kennt. Man hört dann immer was von “3 Minuten”, oder dass das Verbot nicht gelte, wenn man das Fahrzeug nicht verließe, oder aber auch, dass von diesem Verbot Zulieferer nicht betroffen seien. Dabei hat der Gesetzgeber dieses Verbot einfach, verständlich und vor allem ohne jede Ausnahme geregelt: Im Bereich eines (absoluten) Halteverbots gem. Zeichen 283 der StVO darf nicht gehalten werden, ohne Ausnahmen. Nicht für 2 Minuten, keine Taxen, keine Busse, keine Zulieferer, auch nicht, wenn es mal “pressiert” (süddeutsche Umgangssprache für: “man hat es eilig”). Manchmal meint es der Gesetzgeber aber zu gut mit uns, in dem er sprachlich klar zwischen “halten” und “parken” unterscheidet. Er dachte, jedem leuchte ein, dass “hier darf man nicht mal (an)halten (Halteverbot)” sich klar von “hier darf man kurz halten, aber nicht parken (Parkverbot)” unterscheidet. Continue reading ‘(Absolutes) Halteverbot – missachtet und vergessen’

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The Dark Knight – ein wirklich guter Film

Die letzten Jahre waren keine guten Kinojahre. Ich kann mich kaum daran erinnern, wann ich das letzte Mal aus dem Kino kam und von einem Film begeistert war. Selbst die “Herr der Ringe”-Triologie war wohl ihren Eintritt wert, aber von den Sitzen wurde man nicht gerissen. Die Filme waren nett und gut gemacht, aber man kannte die Geschichte bereits und es überzeugten auch mehr die Trickanimationen, als die Schauspieler. Dem neusten Batmanfilm brachte ich ebenfalls eine gehörige Portion Skepsis entgegen; zum einen war es wieder mal eine Comicverfilmung, zum anderen befremdete mich der Megahype um den Tod des Schauspielers Heath Ledger. Dass dessen schauspielerische Leistung in den Himmel gelobt wurde, kam mir dann doch nur als Versuch vor, die maximale Werbung aus seinem Tod herauszuholen und in diese Kategorie steckte ich auch die medienwirksamen Aufforderungen Ledger postum den Oscar zu verleihen. Nachdem ich den Film gesehen habe, muss ich sagen, dass es leider stimmt. Heath Ledger hat mit “The Dark Knight” wirklich ein Meisterwerk abgeliefert und die Wahl des Oscars ist meines Erachtens nur noch Formsache. Aber der Film ist auch im Übrigen hervorragend, da die Märchenwelt um die Comicfigur Batman in den Hintergrund gerückt und der Kampf um Gut und Böse, oder eigentlich von Demokratie und Terror in den Vordergrund gestellt wurde. Herausgekommen ist ein spannender und atemberaubender Krimi im Actionformat.

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Man schreibt “mit freundlichen Grüßen” ohne Komma

Ich habe mich jeden Tag über unsere “Unternehmensanwendung” geärgert, da sie in Briefen die Grußformel (”mit freundlichen Grüßen”, oder “Gruß”, oder “viele Grüße”) immer ohne Komma eingefügt hat. Ich musste daher bei jedem Brief händisch das Komma hinzufügen und wollte den Hersteller demnächst mal ordentlich die Leviten lesen, schließlich müsse auf den Fehler doch schon zigfach hingewiesen worden sein. Als Jurist gewöhnt man sich jedoch an, das Feld erst zu erkunden, bevor man zum Angriff übergeht. Zu meinem Erschrecken musste ich nun feststellen, dass der Programmierer sich dabei was gedacht hat und ich seit 10 Jahren “falsche” Briefe schreibe. Der Duden weist in einem Newsletter darauf hin:

“(…) Selbst wenn Sie Ihre Grüße mit Nachdruck übermitteln möchten: Zwischen der Grußformel und der Unterschrift am Ende des Briefes steht weder Komma oder Punkt noch Ausrufezeichen.”

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“Britney Spears” bei America’s Got Talent

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