Ich war am letzten Wochenende im Selgros Markt in Fürth und habe noch an der Kasse beschlossen, nie wieder dort einkaufen zu gehen. Ich war zunächst schon mal durch deren Warenangebot einigermassen enttäuscht. Obgleich sich die Firma als Großhandel ausgibt, konnte deren Angebot an Gewürzen, Fleisch oder Biersorten auch nur mit einem durchschnittlichen Kaufmarkt standhalten. Spezielles, wie ich es von der METRO gewohnt bin, konnte ich nicht finden. Der Abschuss kam dann aber an der Kasse: Zuerst wurde beworben, man könne auch mit Kreditkarte bezahlen, dann wurde ich aber darauf hingewiesen, dass Selgros “die Kreditkartengebühr in Höhe von 1% des Kaufpreises direkt an den Kunden weitergebe”, also zahlte ich mit ecKarte. Hier musste ich nicht nur eine DinA4-Seite mit Verpflichtungen unterschreiben, zu guter Letzt bestand man noch darauf, meinen Personalausweise zu sehen und alle dazugehörigen Daten aufzuschreiben. Als ich fragte, ob ich irgendwas verbrochen hätte, meinte man, nein das sei “nach dem Zufallsprinzip so üblich”. Nachdem ich keine Lust habe, beim Einkaufen als Schwerverbrecher behandelt zu werden, haben die mich dort zum letzten Mal gesehen. Man kann es kaum glauben, dass es solche Firmen auf dem Markt noch gibt.

Das Angebot klang eigentlich sehr gut: Für den Aktionspreis von 19,90 Euro sollte ich einen Internetanschluss über das Fernsehkabel erhalten, welcher 26.000 kBit/s Down- und 1.000 kBit/s Upstream bringen sollte. Die Ernüchterung kam schnell: Über den Zeitraum mehrerer Monate schaffte es Kabel Deutschland nicht, diese Werte auch nur annähernd zu erreichen. In der Regel pendelte die Geschwindigkeit bei 4.000 kBit/s Down und 750 kBit/s Up. Das war aber nicht das schlimmste. Schon während der ersten Monate kam es zu 2 Totalausfällen, der letzte dauerte fast eine Woche. Der Gipfel ist aber der sog. “Kundenservice” von Kabel Deutschland: Auf die dauerhafte Beschwerde wegen der ungenügenden Leistung erhielt ich immer wieder nur einen Textbaustein, dass man eben nicht kontinuierlich Maximalleistung bieten könne (was auch keiner verlangt hat). Das Faß zum Überlaufen brachte der Kundendienst aber während des siebentägigen Totalausfalls. Man konnte mir an keinem Tag sagen, was genau gemacht wird oder wann der Fehler behoben sein wird. Ich solle mich einfach gedulden. Dann bot man mir an, mich via SMS über den Zustand auf dem Laufenden zu halten. Die SMS mit meiner Störungsmeldung bekam ich 2 Tage nach dem Ende der Stötung. Die SMS mit der Fehlerbeseitigung 10 Sekunden später, ebenfalls 2 Tage nachher. Ich habe nun den Zugang außerordentlich und fristlos gekündigt und bin über die Auflösungsverhandlungen gespannt.
Es ist völlig legal – und doch kann und muss man von einem Verbraucherschutzverein mehr verlangen können: Mit einer höchst umständlichen Formulierung in seiner Satzung bindet der Nürnberger Mieterverein “MHM” seine Mitglieder bis zu 2 Jahre an ihre Mitgliedschaft für 42 Euro im Jahr, inkusive Rechtschutzversicherung für 75 Euro Jahresbeitrag. Und dabei hätte es der Verein überhaupt nicht nötig. Continue reading ‘Mieterverein: Wenn der eigene Helfer zum Feind wird’
Nach langer Zeit habe ich heute mal meine gesammelten Bierflaschen zurückgebracht. Da ich eigentlich nicht so viel Bier trinke – zumindest zu Hause – kaufe ich keine Kästen, sondern nur hin und wieder einen Six Pack. Anscheinend waren es in den letzten Monaten eben doch ein paar davon, so dass sich im meinem Abstellraum an die 30 oder 40 Flaschen angesammelt haben. Die wollte ich heute beim REWE um die Ecke abgeben.
Natürlich befindet sich der Leergutautomat im hintersten Teil des Ladens und nicht am Eingang, also schlepp ich die Flaschen bis zur Fleischtheke. Der Automat dort nimmt aber nur Einwegflaschen, also muss ich erst den anderen Automaten suchen. Der hat zwei Schubfächer, in die ich zwei Flaschen legen kann. Dann muss man die Schiebetür schliessen und der Automat scannt die Flaschen. Das dauert so 15 Sekunden, dann leuchtet ein grünes Licht und man kann die nächsten Flaschen einstellen. Erst als der Pfandbetrag auf dem Display erscheint, wird mir klar, dass ich wahnsinnige 16 Cent für die beiden Flaschen bekomme. Am Ende der Prozedur, nach gefühlten viereinhalb Stunden, stehen 2 Euro und 88 Cent auf dem Bon und ich komme 20 Minuten zu spät ins Büro.
Ich frag mich, wer sich dieses System ausgedacht hat. Der Anreiz die Flaschen zurückzubringen ist bei 8 Cent pro Flasche nicht wirklich viel und mit diesem Automat legt einem der REWE nochmal zusätzliche Steine in den Weg. Ich glaub beim nächsten Mal schmeiss ich die Flaschen gleich in den Müll. Oder ich kauf gleich einen Kasten und nehm mir vor mehr zu trinken.
Ich habs ja schon einmal geschrieben, dass ich nicht verstehen kann warum man seinen Laden freiwillig vor 20:00 zusperrt. Da ich mich heute mal wieder maßlos geärgert hab, muß ich es gleich nochmal loswerden. Lieber compuStore, lieber Gravis, warum macht Ihr das? So viel kann man doch gar nicht einsparen mit dieser läppischen Stunde. Macht doch lieber eine Stunde später auf, denn normale Menschen wollen zwischen 18:00 und 20:00 einkaufen und nicht früh um 9:00. Ich bestell meinen neuen Mac jetzt auf jeden Fall wieder online.
Er gilt als der Allergrößte. Kaum ein anderer hat als so junger Mensch bereits der Weltgeschichte seinen Stempel aufgedrückt. Mit 20 Jahren übernahm er das Königreich seines Vaters, mit 23 bezwang er das mächtige Perserreich, mit 30 regierte er von Griechenland bis Indien. Er gründete 70 Städte, reformierte die Wirtschaft und verankerte die westliche Kultur für Jahrhunderte im Morgenland. Alexander der Große ist die Lichtgestalt des Abendlandes. Oliver Stone wollte ihm mit seinem Kinofilm ein Denkmal setzen. Er beschäftigte große Namen wie Colin Farrell, Val Kilmer, Anthony Hopkins und Angelina Jolie – herausgekommen ist eine Katastrophe, man könnte fast glauben, es sollte eine Komödie werden. Continue reading ‘Alexander der Große. Für Colin Farrell 10 Nummern zu groß’
Die Idee kam mir, als ich in meiner Mittagspause mal wieder Pasta machen und dafür ständig zwischen Küche und Arbeitsplatz hin- und herrennen musste: Zuerst muss man Wasser aufsetzen, warten bis das Wasser kocht, Nudeln in den Topf, warten bis sie sich verrühren lassen, dann die Nudeln umrühren, warten bis sie al dente sind, abseien…. Immer wieder ruft dann natürlich dazwischen jemand an, man vergisst seine Nudeln und schon ist entweder das Wasser verdampft, oder die Nudeln verkocht. Man bräuchte eine Art Wasserkocher, der nach Erreichen der Siedetemperatur automatisch die Nudeln ins Wasser fallen und nach Beendigung der Garzeit das Wasser ablässt, so dass die Nudeln nicht verkochen. Ich war fest davon überzeugt, dies sei die Erfindung des Jahrhunderts. Ich wollte mich schon um ein Probeexemplar und die anschließende Patentierung kümmern, als ich auf amzon.de über den DeLonghi Pastakocher für ca. 30 Euro stolperte. Frustiert über die verlorenen Millionen, aber in der Hoffnung auf Pasta täglich im Büro bestellte ich das Gerät sofort. Im Grunde funktioniert das Gerät schon, es ist aber sehr groß und ist auch nicht sehr leicht zu säubern, was dem Konzept von schneller und einfacher Pastazubereitung leider zuwieder läuft. Continue reading ‘Nudeln schnell und einfach im Büro? DeLonghi Pastakocher’
Das Audizentrum Pillenstein in Nürnberg hat mir für das komplette vorletzte Wochenende einen Audi R8 als Leihauto zur Verfügung gestellt. Bei meinem letzten Autokauf habe ich das als zusätzliches Goodie mit rausgehandelt. Obwohl ich gerade einen TT Roadster fahre, bin ich eigentlich nicht so der Fan von Sportwägen. Schnell will ich zwar schon fahren, aber es soll auch bequem sein und wenigstens ein bisschen Kofferraum ist auch keine schlechte Sache.
Trotzdem war ich von dem R8 wirklich hellauf begeistert. Vor allem natürlich wegen der unglaublichen Kraft. Man hat die ganze Zeit das Gefühl, direkt auf einem Düsentriebwerk zu sitzen, dass nur einen Weg kennt: Nach vorne und zwar schnell. Langsam anfahren ist mit diesem Auto fast nicht möglich, denn es fühlt sich an, also ob die R-Tronic genannte Rennautomatik nur Leerlauf, Vollgas und nichts dazwischen kennt. Anders als normale Automatikgetrieben rollt der R8 nicht langsam an, wenn man dan Fuss von der Bremse nimmt, sondern bleibt einfach ruhig stehen. Erst wenn man das Gaspedal betätigt, fährt er los und das immer mit einem gewaltigen Satz nach vorne.
Continue reading ‘Audi R8 kein Auto für jeden Tag’
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